Die Rosen

”Was wir in die Hand nehmen, nehmen wir in unser Herz”

Die strahlende Schönheit und der betörende Duft der Rosen. Aus meinem Buch, ”Der Garten Eden”.

Die Rosen als Sinnbild für eine Welt wie sie sein könnte und nur teilweise ist.

Die Dornen als Berührung mit manchen Menschen wie du und ich.

Ängste und Schuldgefühle auflösen bei einem Spaziergang durch den Garten Eden…

 

Ein besonderes Bild.

Ich liebe es mit natürlichen Materialien zu arbeiten, die Kunst der traditionellen, japanischen Papierherstellung.

Oft stelle ich mir vor nach Japan zu reisen und diese alte Form der Kunst besser kennen zu lernen.

Ich liebe die Herstellung von natürlichen Pigmenten, das Vermischen des Wassers mit der Farbe und das Fließen auf dem Papier.

600 gsm

600 gsm

Wie auf diesem Bild mit einem Hintergrund aus Regenbogenfarben,

das auf der unteren Seite einen Wasserfall darstellt und oben rechts, ein türkisfarbenes Zeitfenster ins Licht.

Wie Sterne im Himmel blühen die Rosen im ”Garten Eden”.

Rosen als Berührung des Herzens.

Von Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes.

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an
einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt.
Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen des
Bittens oder Dankens zu äußern als nur immer die Hand auszustrecken, saß
die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine Begleiterin
gab häufig ein Geldstück. Eines Tages fragte die Französin verwundert
nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort:
„Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.“ Wenige Tage später
brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die
offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen.

Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den
Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden
Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon.

Eine Woche lang war die Alte Frau verschwunden, der Platz, an dem sie
vorher gebettelt hatte, blieb leer. Vergeblich suchte die Begleiterin
Rilkes eine Antwort darauf, wer wohl jetzt der Bettlerin ein Almosen gebe.

Nach acht Tagen saß plötzlich die Bettlerin wieder wie früher am
gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre
Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand. „Aber wovon hat sie
denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?“, frage die
Französin. Rilke antwortete: „Von der Rose . . .“

Ihr Lieben, ich wünsche euch ein schönes, erholsames Osterfest und viel Nahrung für Herz und Seele.