Blume der Winde

Wie sehr ich die Arbeit mit den Farben und den feinen Linien liebe, sieht man glaube ich an meinen Werken.

Manchmal muss ich aber den Pinsel mit der Feder tauschen um einige Gedanken aufs Papier fließen zu lassen.

Vor einiger Zeit bin ich auf diesen wunderbaren Text des Literaturinterpreten Johannes Heiner gestoßen.

Ich fragte mich ob es ein Zufall war diesen Text gefunden zu haben!

”Der Muskel, der der Anemone”, von Reiner Maria Rilke.

”Rilkes Sonett”, so Prof. Heiner, ”besteht aus einem ersten Teil der Beschreibung des sichtbaren ”Dings” und aus einem zweiten, unsichtbaren Teil der Übertragung auf das menschliche Leben. Der Schwerpunkt in der Beschreibung, liegt zunächst auf dem ”Blumenmuskel”. Er verbindet die Blume mit der Erde. Er bringt die Kraft der Erde zur zarten Blume hin und ermöglicht es, dass ”Sterne” den Erdboden zu bedecken scheinen. Wie die letzten beide Verse des 1. Quartetts ”der ersten Strophe” verdeutlichen, wird er zum Träger des ”polyphonen Lichts”, das der laute Himmel in die Blumenblüte ergießt. Die Klangbeimischung verstärkt den überweltigenden Eindruck der Blume auf den Dichter. Der laute Himmel des ersten und der ”stille Blütenstern” des zweiten Quartetts stehen im Gegensatz zueinander”.

Mehr über Johannes Heiner demnächst auf meinem Newsletter.

So wie ich mit meiner tanzenden Anemone, vergleicht Rilke in seinem Gedicht die Blume mit dem menschlichen Leben.

”Die Tanzende Anemone”

Tanz bedeutet für sie Freiheit, Freude, Disziplin, Körperbeherrschung, Glück. Eigenschaften die auch in der botanischen Malerei ihren Platz haben.

Der Legende nach soll die Anemone Glück bringen und Schutz vor dem Bösen.

Ihr Lieben, das wünsche ich euch allen auch!

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